Im Mittelpunkt der Handlung steht der junge palästinensische Aktivist Basel Adra aus Masafer Yatta, einer Sammlung von kleinen Dörfern südlich von Hebron im Westjordanland. Die Häuser der palästinensischen Bewohner sollen einem israelischen Truppenübungsplatz weichen. Mit Bulldozern reißt die Armee darum Gebäude ab. Gewalttaten israelischer Siedler begleiten die Aktivitäten. Zusammen mit dem israelischen Journalisten Yuval Abraham und seiner Kollegin Rachel Szor sowie dem palästinensischen Fotografen Hamdan Ballal filmt Basel die Zerstörungen und den Protest der Dorfbewohner dagegen.
Der palästinensisch-norwegische Dokumentarfilm wurde im Februar 2024 mit dem Berlinale Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr gewann das Werk den Europäischen Filmpreis. Bei der Oscarverleihung 2025 wurde No Other Land als bester Dokumentarfilm gewürdigt. Der Auftritt der Filmemacher bei der Preisverleihung in Berlin löste eine Diskussion über Antisemitismus in der deutschen Kulturszene aus. Die Vorwürfe waren jedoch haltlos. Die Regisseure gingen deshalb juristisch gegen sie vor, unter anderem gegen die Stadt Berlin, die fälschlicherweise auf ihrer Website behauptet hatte, dass die Dokumentation antisemitische Inhalte hätte. Diese Ereignisse reihen sich ein in eine Vielzahl vergleichbarer Fälle, in denen kritische Darstellungen realer israelischer Besatzungspolitik ungerechtfertigterweise des Antisemitismus beschuldigt werden.
Wir zeigen den Film in unserem Programm anlässlich des 15jährigen Bestehens des Städtepartnerschaftsvereins Bergisch Gladbach – Beit Jala. Die Partnerstadt liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Bethlehem und Jerusalem im Westjordanland. Sie hat durch den Bau israelischer Siedlungen, der Mauer und der Siedlerstraße während rund 50 Jahren Besatzungszeit etwa 60 % ihres ehemaligen Stadtgebietes an Israel verloren.
Mittwoch, 03.06.26, 19:00 Uhr
Krypta der ev. Andreaskirche, Voiswinkeler Str. 40, 51467 Bergisch Gladbach Schildgen
Anmeldung unter info@gl-beitjala.net
Eintritt frei. Spenden erbeten
