
Anlässlich seiner Reise im Dezember 2025 nach Israel und in die Palästinensergebiete äußerte sich Georg Bätzing in klaren Worten. Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz ist überzeugt, dass an einer Zwei-Staaten-Lösung kein Weg vorbeiführe:
„Es wird Frieden in diesem Land und damit eine Zukunft nur geben, wenn beide Völker, Israelis und Palästinenser, eine Perspektive haben.“, sagte Bätzing. „Ich halte auch persönlich die Idee von zwei souveränen Staaten mit einem geregelten Zueinander nach wie vor für sinnvoll. Ich sehe aber auch, wie Fakten diese Idee, die von vielen in der internationalen Gemeinschaft geteilt wird, jeden Tag weiter in Frage stellen und verunmöglichen. Gleichzeitig gibt es auf beiden Seiten Menschen, die ein Zusammenleben auf dem einen Territorium organisieren wollen. Die Voraussetzung dafür ist aber, dass die Würde und die Rechte aller als gleich anerkannt wird. Das ist offensichtlich nicht der Fall.“
Seine Reise hatte Bätzing auch in das Flüchtlingslager Deheishe (Foto oben: im Gespräch mit jungen Gläubigen) geführt. „Wir haben im Flüchtlingslager Dheisheh (sic!) Menschen besucht, die seit Generationen in diesem unhaltbaren Zustand als Flüchtlinge leben. In der Situation dort war das stärkste Zeichen, was man geben kann, jenes von Solidarität. Dazu gehört, zu sagen: Wir sehen euer Recht in diesem Land, das auch euer angestammtes Land ist. Es ist euer Recht, hier zu sein und hier eure Zukunft zu gestalten.“
Dem ist nichts hinzuzufügen. Schön, wenn sich auch deutsche Spitzenpolitiker einmal so unmissverständlich positionieren würden.
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